Diabetes

Kann ein Diabetiker ein Typ-2-Diabetes-Spender sein?

Die Blutspende ist eine Gelegenheit, das Leben eines Menschen zu retten, indem die wertvollste Flüssigkeit unseres Körpers mit ihm geteilt wird. Heutzutage sind immer mehr Menschen bereit, Spender zu werden, aber sie bezweifeln, ob sie für diese Rolle geeignet sind und ob sie Blut spenden können.

Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass Menschen mit Infektionskrankheiten wie Virushepatitis oder HIV grundsätzlich kein Blut spenden dürfen. Aber ist es möglich, ein Spender bei Diabetes mellitus zu sein, weil die Krankheit nicht von Person zu Person übertragen wird und daher den Patienten nicht schädigen kann.

Um diese Frage zu beantworten, ist es notwendig, dieses Problem genauer zu verstehen und zu verstehen, ob eine schwere Krankheit immer ein Hindernis für die Blutspende darstellt.

Kann ein Diabetiker Blut spenden?

Diabetes mellitus wird nicht als direktes Hindernis für die Teilnahme an der Blutspende angesehen, es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass diese Erkrankung die Zusammensetzung des Bluts des Patienten erheblich verändert. Bei allen Menschen, die an Diabetes leiden, ist ein signifikanter Anstieg des Blutzuckerspiegels zu verzeichnen, so dass ein Überfließen des Blutzuckerspiegels zu einer schweren Hyperglykämie führen kann.

Darüber hinaus injizieren Patienten mit Diabetes mellitus, sowohl Typ 1 als auch Typ 2, Insulinpräparate, was häufig zu einer übermäßigen Insulinmenge im Blut führt. Wenn es in den Körper einer Person gelangt, die nicht an Störungen des Kohlenhydratstoffwechsels leidet, kann eine solche Insulinkonzentration einen hypoglykämischen Schock verursachen, der ein schwerwiegender Zustand des Krans ist.

Dies alles bedeutet jedoch nicht, dass ein Diabetiker kein Spender werden kann, da nicht nur Blut, sondern auch Plasma gespendet werden kann. Bei vielen Krankheiten, Verletzungen und chirurgischen Eingriffen benötigt der Patient genau Plasmatransfusionen, nicht Blut.

Darüber hinaus ist Plasma ein universelleres biologisches Material, da es keine Blutgruppe und keinen Rhesusfaktor aufweist und daher zur Rettung einer viel größeren Anzahl von Patienten verwendet werden kann.

Die Plasmaentnahme beim Spender erfolgt nach dem Plasmaphereseverfahren, das in allen russischen Blutspendezentren durchgeführt wird.

Was ist Plasmapherese?

Die Plasmapherese ist ein Verfahren, bei dem nur Plasma selektiv vom Spender entfernt wird und alle Blutkörperchen, wie weiße Blutkörperchen, rote Blutkörperchen und Blutplättchen, in den Körper zurückgeführt werden.

Eine solche Blutreinigung ermöglicht es Ärzten, die wertvollste Komponente davon zu erhalten, die reich an lebenswichtigen Proteinen ist, nämlich:

  1. Albuminomie;
  2. Globuline;
  3. Fibrinogen.

Diese Zusammensetzung macht Blutplasma zu einer wirklich einzigartigen Substanz, die keine Analoga enthält.

Und die im Rahmen der Plasmapherese durchgeführte Blutreinigung ermöglicht die Teilnahme an der Spende auch an Menschen mit unzureichender Gesundheit, beispielsweise mit der Diagnose eines Typ-2-Diabetes.

Während des Verfahrens werden dem Spender 600 ml Plasma entnommen. Die Abgabe eines solchen Volumens ist für den Spender absolut sicher, was im Rahmen zahlreicher medizinischer Studien bestätigt wurde. Bereits in den nächsten 24 Stunden stellt der Körper die entnommene Plasmamenge wieder vollständig her.

Die Plasmapherese ist nicht schädlich für den Körper, sondern bringt ihm erhebliche Vorteile. Während des Eingriffs wird das Blut der Person gereinigt und der Gesamttonus des Körpers nimmt merklich zu. Dies ist besonders wichtig für Patienten mit Diabetes der zweiten Form, da sich bei dieser Krankheit aufgrund einer Stoffwechselstörung viele gefährliche Toxine im Blut eines Menschen ansammeln und seinen Körper vergiften.

Viele Ärzte glauben, dass die Plasmapherese zur Verjüngung und Heilung des Körpers beiträgt, wodurch der Spender aktiver und energetischer wird.

Der Eingriff selbst ist völlig schmerzfrei und bereitet der Person keinerlei Beschwerden.

Wie man Plasma spendet

Das erste, was eine Person tun muss, die Plasma spenden möchte, ist, eine Filiale des Blood Centers in seiner Stadt zu finden.

Wenn Sie diese Organisation besuchen, sollten Sie immer einen Reisepass mit einer dauerhaften oder vorübergehenden Registrierung in der Stadt des Wohnsitzes mit sich führen, der an der Rezeption vorgelegt werden sollte.

Ein Mitarbeiter des Zentrums überprüft die Passdaten anhand der Informationsdatenbank und sendet anschließend einen Fragebogen an den zukünftigen Spender, in dem die folgenden Informationen angegeben werden müssen:

  • Über alle früheren Infektionskrankheiten;
  • Über das Vorhandensein chronischer Krankheiten;
  • Informationen zu kürzlich aufgetretenen Kontakten mit Personen mit bakteriellen oder viralen Infektionen;
  • Über die Verwendung von Betäubungsmitteln oder psychotropen Substanzen;
  • Über die Arbeit in gefährlichen Industrien;
  • Über alle Impfungen oder Operationen in 12 Monaten verschoben.

Wenn eine Person an Typ 1- oder Typ 2-Diabetes erkrankt ist, muss dies unbedingt im Fragebogen berücksichtigt werden. Es macht keinen Sinn, eine solche Krankheit zu verbergen, da jedes Spenderblut gründlichen Untersuchungen unterzogen wird.

Wie oben erwähnt, funktioniert die Blutspende bei Diabetes nicht, aber für die Abgabe von Plasma ist die Krankheit kein Hindernis. Nach dem Ausfüllen des Fragebogens wird ein potenzieller Spender zu einer gründlichen medizinischen Untersuchung geschickt, die sowohl Laborbluttests als auch eine Untersuchung durch einen Allgemeinarzt umfasst.

Während der Untersuchung wird der Arzt die folgenden Indikatoren entfernen:

  1. Körpertemperatur;
  2. Blutdruck;
  3. Pulsfrequenz

Darüber hinaus wird der Therapeut den Spender mündlich nach seinem Gesundheitszustand und dem Vorliegen von Gesundheitsbeschwerden fragen. Alle Angaben zum Gesundheitszustand des Spenders sind vertraulich und unterliegen nicht der Verbreitung. Es kann nur dem Spender persönlich ausgehändigt werden, für den er einige Tage nach dem ersten Besuch das Blood Center aufsuchen muss.

Die endgültige Entscheidung über die Zulassung einer Person zur Plasmaabgabe trifft ein Transfusiologe, der den neuropsychiatrischen Status des Spenders festlegt. Wenn er den Verdacht hegt, dass der Spender Betäubungsmittel einnehmen, Alkohol missbrauchen oder einen unsozialen Lebensstil führen kann, wird ihm die Plasmaabgabe garantiert verweigert.

Die Plasmaentnahme in Blutzentren erfolgt unter für den Spender angenehmen Bedingungen. Sie setzen ihn in einen speziellen Spenderstuhl, spritzen eine Nadel in eine Vene und verbinden sie mit dem Gerät. Während dieses Vorgangs gelangt venöses Spenderblut in die Vorrichtung, wo das Blutplasma von den gebildeten Elementen abgetrennt wird, die dann wieder in den Körper zurückgeführt werden.

Der gesamte Vorgang dauert ca. 40 Minuten. Dabei werden nur sterile Einmalinstrumente verwendet, wodurch das Risiko einer Infektion des Spenders mit Infektionskrankheiten vollständig beseitigt wird.

Nach dem Plasmaaustausch muss der Spender:

  • Vermeiden Sie in den ersten 60 Minuten das Rauchen.
  • Vermeiden Sie 24 Stunden lang ernsthafte körperliche Anstrengung (erfahren Sie mehr über körperliche Aktivität bei Diabetes mellitus).
  • Trinken Sie am ersten Tag keine alkoholischen Getränke.
  • Trinken Sie viel Flüssigkeit wie Tee und Mineralwasser.
  • Fahren Sie nicht unmittelbar nach dem Plasma.

Insgesamt kann ein Mensch innerhalb eines Jahres bis zu 12 Liter Blutplasma spenden, ohne seinen Körper zu schädigen. Ein derart hoher Satz ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Das Einlassen von sogar 2 Litern Plasma pro Jahr kann dazu beitragen, das Leben eines Menschen zu retten. Wir werden in dem Video in diesem Artikel über die Vorteile oder Nachteile einer Spende sprechen.

Sehen Sie sich das Video an: Diabetes: Gefahr durch zuviel Zucker. Quarks (Dezember 2019).

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